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Auch bei Engel Luna ist die berühmt, berüchtigte

 „Erdenmail!“

gelandet. Als sie bei ihrer Erdenkandidatin ankommt, ist schon beinahe die ganze Familie zum Frühstück versammelt. „Guten Morgen, mein Schatz“, begrüßt Daniela ihren Mann Jürgen und drückt ihm einen dicken Schmatz auf die Wange, als dieser das Esszimmer betritt. Auf dem Frühstückstisch sieht es wie immer aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Zwei mit Nutella verschmierte Schmunzelnasen namens Marlen und Philipp grinsen ihrem Papa ein vollmundiges „Guten Morgen“ entgegen und bemühen sich sofort wieder, die Nutella gleichmäßig überall zu verteilen. Daniela eilt in die Küche, um ein nasses Tuch zu organisieren und die Katastrophe einigermaßen in den Griff zu bekommen – was nur in den seltensten Fällen gelingt. Die große Tochter Laura mag keine Nutella, sie bevorzugt Marmelade, was allerdings die Situation nicht entschärft: Es gibt ihr lediglich eine zusätzliche Farbnote. Jürgen schaufelt sich seinen Platz frei, schlägt die Zeitung auf und vertieft sich in die aktuellen News. Der Kaffee duftet bereits aus der Turbokaffeemaschine und per Knopfdruck gibt's zwei Mal Latte zum Frühstück. „Alles meins!“, verteidigt Philipp lautstark seine Nutella-Semmel. „Nein meins!“, tönt es von Marlen zurück. Der tägliche Kampf ums Überleben hat begonnen. „Es ist genügend für alle da“, versucht Jürgen einzulenken. Vergeblich: Genau dieses eine Stück Nutella-Semmel ist das WICHTIGSTE auf Erden. „Unsere Kinder sind Wahnsinn“, denkt Daniela. „Der Altersunterschied der drei ist sehr gering, sie sind einfach so nahe zusammen und bei drei solchen Rackern ist einfach immer was los. Jeder will zu Wort kommen, jeder will gleich behandelt werden. Wehe, einer bekommt ein Gummibärchen mehr oder darf einmal öfter alleine zur Oma, oh Mann, ganz schön anstrengend!“ Daniela seufzt. Die große Laura ist mit ihren acht Jahren schon richtig vernünftig, die Erstgeborene eben und natürlich geht sie ja auch schon in die 2. Klasse. Laura lacht verschmitzt unter ihrem Marmeladenmund hervor, in den Haaren klebt auch noch ein Hauch von Erdbeere, denn trotz täglicher Diskussion mit ihrem Papa, findet dieser blöde Haargummi einfach nicht von alleine seinen Weg in ihre Haare. Die „Sandwichmadame“ Marlen, fünf Jahre alt, ist ein wahres Energiebündel und die Trefferquote von Kaba und Nutella ist bei ihr eindeutig am geringsten von allen dreien. Tatendrang, gute Laune, Wissensdurst und Entdeckerdrang, gepaart mit diesem unglaublich unschuldigen „Ich hab dich lieb, Mama“-Hundeblick, ist wirklich eine höchst anspruchsvolle Mischung. Im Esszimmer geht es mittlerweile rund. Der jüngste Sohn, Philipp, drei Jahre alt, hat sich mit seinen zwei größeren Schwestern angewöhnt, Konflikte nicht vorzugsweise verbal zu lösen. Daniela sieht dieses kleine Kraftpaket um den Tisch sausen und „patsch“ hat die kleine Marlen einen zierlichen Handabdruck auf ihrem Popöchen. „Stinkepauer“ (das „s“ kann er bei diesem Wort nicht sagen) ruft Philipp seiner großen Schwester entgegen, die brüllend zum Gegenangriff ausholt. Daniela setzt die zwei Kampfhähne wieder auf ihre Plätze und wirft Jürgen einen genervten Blick zu. Doch der reagiert nur mit einem amüsierten Schulterzucken. Die Kinder haben sich wieder beruhigt und sind nach oben ins Bad gehuscht, um sich fertig zu machen. Daniela lässt sich auf ihren Stuhl sinken und endlich gibt es auch für sie einen Schluck Latte – relativ kalt – und eine schnell geschmierte Semmel. „Wie kommst du denn mit deinem Arbeitsthema voran, Daniela?“, fragt Jürgen und sieht kurz von seiner Zeitung auf. „Steht in der Zeitung auf Seite 139“, erwidert Daniela etwas genervt. Jürgen funkelt sie sauer an und legt die Zeitung zur Seite. Gerade, als Daniela zu erzählen anfangen will, brüllen die Kinder oben. Sie zuckt resignierend mit den Schultern, wirft noch ein „Ich erzähl's dir heute Abend!“ in den Raum und eilt die Treppe hoch, um die Kinder fertig zu machen. Nachdem bei allen drei Kindern Zähne geputzt, Haare frisiert, Gesicht eingecremt und Klamotten zurechtgerückt sind, geht's los mit der „Kinderverteilung“. Laura startet in die Schule, draußen vor der Tür wartet schon ihre Freundin und die beiden werfen sich glücklich quasselnd in den Schultag. Der Schulweg ist nicht allzu weit und zu zweit macht er natürlich doppelt so viel Spaß. Marlen und Philipp springen mit lautem Gebrüll ins Auto und warten, dass Papa sie in den Kindergarten kutschiert. Schnell gibt Daniela ihrem Mann Jürgen noch die Brotzeitboxen und einen dicken Kuss und winkt dem fahrenden Auto nach.

„Puuuhhhhhhhh, diese Ruhe!“ Daniela schließt andächtig die Haustür hinter sich und holt sich einen frischen Kaffee. Der Küchentisch sieht zwar aus, als wäre eine Bombe explodiert, aber davon lässt sich Daniela gar nicht stören. Sie räumt sich eine Schneise frei und schlägt die Zeitung auf. Heute sind wieder aktuelle Stellenanzeigen drin. Sie überfliegt die Annoncen. Wieder nichts Passendes dabei. Daniela legt enttäuscht die Zeitung auf die Seite. Sie würde so gerne wieder arbeiten, aber Familie und Beruf zu vereinbaren, empfindet sie als extrem schwierig. Daniela war die letzten Jahre zu Hause bei den Kindern, das hatte ihr sehr viel Spaß gemacht und es wäre auch mit drei so kleinen Kindern für Daniela undenkbar gewesen, nebenbei zu arbeiten. Aber seit der kleine Philipp in den Kindergarten geht – und zwar sehr gerne – merkt Daniela, wie sich ihr Gedankenkarussell wieder zu drehen beginnt. Sie würde so gerne wieder etwas arbeiten, aber …?! Engel Luna sitzt auf dem Kühlschrank, lässt die Füße baumeln und hat sich das ganze Geschehen von dort oben angesehen. „Eigentlich eine ganz coole Familie“, denkt Engel Luna. „Bin ja mal gespannt, um welchen Herzenswunsch es sich bei Daniela handeln wird.

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